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02.10.2017
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GESCHICHTE

Hierbei handelt es sich um Textauszüge aus der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum des FC Bözingen 34 von 1984.


Die Zeit vor der Gründung des FC Bözingen 34


Wir schreiben das Jahr 1932. Die Fussballsaison 1931/32 ist soeben zu Ende gegangen. In der Gruppe 2 der 2. Liga wird der FC Bözingen Meister und steigt in die 1. Liga auf. Das ist die zweithöchste Spielklasse der Schweiz. Die Mannschaft wird der Gruppe 1 zugeteilt, in der noch Grenchen, Etoile, Bern, Racing Lausanne, Cantonal, Solothurn, Olten und Montreux aufgeführt sind.


Die zweite Mannschaft spielt in der 3. Liga, die dritte in der 4. Liga. Die A-Junioren haben eine hervorragende Saison und werden Gruppenmeister.


Auf dem Platz Biel spielen noch verschiedene andere Vereine Fussball. Unter anderen auch der «Cercle des Sports», der Verein des Verbands-Ehrenmitgliedes E. Baumgartner. Obschon der Cercle des Sports seine Mitglieder aus der französischsprechenden Bielerbevölkerung rekrutiert, kommt es zu einer Annäherung und 1933 zur überraschenden Fusion zwischen dem 1916 gegründeten 1. Ligisten FC Bözingen und dem 1909 entstandenen 2. Ligisten Cercle des Sports. Der neue Verein heisst USBB (Union des sportifs de Bienne et Boujean), Anm. des Webmaster: USBB wurde auf Ende Saison 1998/99 aufgelöst.


Die Hintergründe dieser eigenartigen Fusion sind nicht mehr in allen Einzelheiten zu rekonstruieren. Übereinstimmend erzählen Zeugen, dass einige Geldgeber des FC Bözingen langsam um ihr investiertes Geld zu bangen begannen, währenddessen die Dirigenten des Cercle des Sports unbedingt eine attraktive Mannschaft haben wollten.


Die Zustimmung zur Fusion scheint in Bözingen eher überraschend zustande gekommen sein und die Enttäuschung vieler Spieler und Anhänger dementsprechend gross. Damit verschwand der FC Bözingen von der Fussballbühne, obschon er einen guten Namen hatte und hervorragende Spieler hervorgebracht hatte (H. Liniger - YB, H. Stander - Lausanne, E. Beiner, E. Schneider und P. Studer - FC Biel u.v.m.). Eine kleine Zeitungsnotiz im Bieler Tagblatt vom 9.4.1934 dokumentiert die Szene: «Mittelläufer Liniger von USBB zu YB. Der ehemalige Bözinger geht zu den YB, nachdem er in Genf mit der Nationalmannschaft gegen das österreichische Wunderteam eine sehr gute Partie geliefert habe. Dieser Übertritt wird ihm in Biel viele Sympathien kosten (! ?)».


In vielen Gesprächen mit Mitgliedern des untergegangenen FC Bözingen, konnte unschwer der Stolz herausgehört werden, bereits diesem angehört zu haben.


Die Gründerzeit


Es gab natürlich viele Bözinger, darunter auch einige Spieler, die mit der Fusion nicht einverstanden waren und deshalb dem Fussball den Rücken kehrten und ihre Stiefel an den berühmten Nagel hängten. Doch wie die Katze das Mausen nicht lassen kann, begann auch bei diesen Spielern die Füsse wieder zu jucken und langsam begann das Fieber zu steigen. Die Diskussionen kamen in Fahrt und nahmen immer mehr Gestalt an. Wie wäre es mit einem neuen FC? Die Aussichten waren alles andere als günstig. Eine erste Bilanz zeigte, dass da kaum 11 Aktivspieler aufzutreiben waren.


Wohl erhielten die Initianten einige Zusagen von Spielern des alten FC, die als Folge der Fusion bei USBB oder anderen Vereinen spielten, sofort zurückzukehren, falls ein neuer FC in Bözingen gegründet würde. Alle diese Spieler waren aber vorerst nicht spielberechtigt und ihre damaligen Vereine gar nicht etwa erpicht, sie wieder nach Bözingen ziehen zu lassen. Eine Neugründung kostete natürlich auch Geld und das war in den dreissiger Jahren eine Mangelware. Drei Dinge scheinen allerdings in diesem «Clan» im Überfluss vorhanden gewesen zu sein: Trotz, Mut und Zuversicht in die eigene Hartnäckigkeit einen einmal gefassten Entschluss in der Praxis zu vollenden.


Mannschaft aus der Gründungszeit



Stehend: Meyer (Präsident), Wenger E., Fivian, Devaux, Wenger H. Peter, Hartmann, Allemann, Beer, Schott. Kniend: Weber, Bigier, Hofer, Spitznagel, Kocher


Die Gründung


Die Gründungsversammlung muss trotz umfangreichen Sondierungen recht spontan erfolgt sein und ohne dass man sich Rechenschaft darüber gab, dass 50 Jahre später ein Jubiläumschronist liebend gern ein Gründungsprotokoll veröffentlicht hätte. Weil kein Protokoll geschrieben wurde, halten wir uns an die Aussagen der noch unter uns weilenden Gründungsmitglieder, an das Bieler Jahrbuch und die Statuten des Vereins.


Es ist ein heisser Sommer im 1934. Das Thermometer steigt auf 36' im Schatten und am Jurasüdfuss machen sich die Vipern unangenehm bemerkbar. Am 21. Juli treffen sich trotz der Hitze nachstehende Buschanger im Hotel Rössli zu Bözingen zur Gründung eines neuen Fussballclubs.


Wenger Ernst, Kocher Ernst, Hartmann Karl, Fivian Walter, Meyer Karl, Löffel Willy, Wenger Hans, Mariaux Robert, Weber Otto, Ritter Robert, Calame Walter, Aebi Franz, Frikart Hans, Egli Hans und Stalder Karl


Dem Verein wurde der Name FC Bözingen 34 gegeben und zu seinem ersten Präsidenten wurde der Nichtfussballer Karl Meyer erkoren. Als Clubfarben wählte man Blau und Weiss und der erste Paragraph der Statuten stipulierte: Für unsere Farben und den Namen Bözingen stets Ehre einzulegen. Als Eintrittsgebühr zum FC wurde Fr. 1.-- festgelegt, was als Startkapital die nicht gerade überwältigende Summe von Fr. 15.-- ergab. Übereinstimmend wird noch überliefert, dass das anschliessende Gründungsfest der geschichtlichen Bedeutung des Tages in jeder Beziehung gerecht wurde.


Damit war fürs erste der Grundstein gelegt und die Einwohner harrten nun der Dinge, die da wohl kommen würden.


Die Anerkennung


Nach der vollzogenen Gründung begann die Arbeit und stellten sich die Probleme ein.


Als erstes musste die Anerkennung und damit die Aufnahme in den Seeländischen Fussballverband gewonnen werden. Obschon die seeländischen Fussballer eigentlich über jede Verstärkung ihrer Reihen hätten froh sein sollen, bildete sich sofort eine starke Opposition gegen die Aufnahme des neuen Vereins, den man natürlich auch als Konkurrent im Wettbewerb um die Gunst der guten Spieler des alten FC Bözingen fürchtete. Die Bözinger Dreierdelegation mit Ernst Wenger, Walter Fivian und Hans Frikart hatte in der Bieler Kronenhalle einen schweren Stand und die entscheidende Versammlung sei hart und nicht immer im Geiste der Fairness verlaufen. Das Ergebnis der Versammlung fasste Ehrenpräsident E. Wenger im Cluborgan sehr diplomatisch in einem Satz zusammen: An einer denkwürdigen Versammlung im damaligen Hotel National in Biel wurde der FC Bözingen 34 mit 5 gegen 3 Stimmen in den Seeländischen Fussballverband aufgenommen.


Weniger Widerstand gab es bei der Aufnahme in den Schweizerischen Fussballverband, obschon auch dort ein Seeländerverein noch versuchte, den Buschangern die Suppe zu versalzen.


Mit der Aufnahme waren alle Hindernisse und administrativen Hürden überwunden und der Weg zur Teilnahme an der Schweizermeisterschaft und am Cupwettbewerb frei.


Der Ankerplatz


Der FC Bözingen 34 startete als armer Quartierverein, dem man wohl eine gewisse Sympathie entgegenbrachte, der aber auch gegen viele Vorurteile zu kämpfen hatte. Da war beispielsweise die Meinung weit verbreitet, dass die «Schütteler» früher oder später Plattfüsse und Herzfehler bekommen würden. Da war die Kirche, die dem regelmässigen Sportbetrieb am Sonntag, gelinde gesagt, skeptisch gegenüber stand. Für die anderen Quartiervereine war der neue FC ein unwillkommener Konkurrent im Bemühen um die Gunst der Geschäftswelt und bei der Rekrutierung des Vereinsnachwuchses.


Trotz den Meinungsunterschieden halfen die FC-Mitglieder überall dort, wo Not am Manne oder wo das Interesse des «Dorfes» auf dem Spiele stand, gemäss dem Passus in den Statuten, für den Verein und dem Namen Bözingen stets Ehre einzulegen.


Als zur Speisung des Kirchenbaufonds die rasch berühmt-(berüchtigt, wegen des Slogans: Trinkt Brüder, wir müssen eine Kirche haben) Bözinger-Chilb! gestartet wurde, finden wir die Fussballer alljährlich während zweier Tage das Blumenrad drehend, mit mehreren Staffeln an der Chilbi-Staffette teilnehmend und am Ende Ehrenpräsident Ernst Wenger als OK-Präsident für den Glockenaufzug zur Verfügung stellend. Die Juniorenabteilung nahm sich, sofort nach der Gründung, vieler Burschen an, die als Waisen oder Halbwaisen zum sozialen Problem geworden waren.


Die Gunst der Bevölkerung errangen die Fussballer dann vollends, als sie die zweitägige Feier zum 10-jährigen Bestehen, notabene mit dem Klassetenor des Zürcher Opernhauses, Libero de Lucca, in eine Benefizveranstaltung zugunsten der Ferienkolonie Bözingen umgestalteten.


Aber auch die Harmonie mit den anderen Quartiervereinen liess nicht lange auf sich warten und blieb bis auf den heutigen Tag erhalten.


Damit hatte man den Ankerplatz gefunden und ist ihm all die Jahre treu geblieben.


Der Start


Nachdem die mannigfaltigen Hindernissen überwunden waren, startete der FC Bözingen 34 seine erste Saison. Es war die Spielzeit 1935/36 und eingeteilt war man in der Gruppe 4 der 4. Liga. Die Gegner waren Aurore, Fulgor, Grenchen, Mett, Moutier, Wacker, USBB (natürlich nicht immer die ersten Mannschaften dieser Vereine).


Es war nicht etwa der Beginn eines scheuen und bescheidenen Neulings. Die meisten Spieler hatten ja schon beim alten FC in der 2. Liga ihre Sporen abverdient. Im offiziellen Jahresbericht des Fussballverbandes vom Jahre 1936 steht geschrieben: Protest des FC Bözingen gegen schlechte Schiedsrichterleistungen im Spiel vom 22.12.1935 Moutier - Bözingen abgewiesen.


Trotz des abgewiesenen Protestes beendete unser Jubilar seine erste Spielzeit auf dem ersten Platz und stieg in die 3. Liga auf.


Dieser Starterfolg gab dem Verein um Kari Meyer mächtig Auftrieb. Die Rückkehr ehemaliger Mitglieder des alten FC setzte sich fort, mit dem Ergebnis, dass bereits in der zweiten Saison eine zweite Aktivmannschaft in der 5. Liga und ein Jahr später auch eine A-Juniorenequipe die offizielle Meisterschaft aufnehmen konnte.


Mannschaftsbilder


Meistermannschaft 1943/44 3. Liga (Aufstieg 2. Liga)



Stehend: Wenger H. (Trainer), Bauder, Friedli, Trittbach, Hofmann, Derendinger Hz., Fivian, Nobs, Steiger, Spitznagel, Wenger E. (Präsident), Meyer K. (Gründungspräsident). Kniend: Derendinger Hs., De Jonkheere, Pfister, Kocher, Maurer, Zimmermann.


Cupsieger Seeländercup 1950



Stehend: Pfister, Derendinger H., Flückiger, Blaser, Zimmermann, Schaffer, Derendinger Hz. Kniend: De Jonkheere, Kocher, Aegerter, Kölliker, Schenkel, Muttscheller.


Meistermannschaft 1956/57 2. Liga (Kantonalmeister Solothurn)



Obere Reihe: Wyssbrod F., Schindler, Stämpfli H., Bachofner, Züricher (Trainer), Béguin, Wegmüller, Paratte, Blaser (Spiko). Untere Reihe: Walther, Pfister, Wyssbrod B., Bärtschi, Frick, Stämpfli T., Schenkel (Präsident).


Meistermannschaft 1956/57 und 1957/58 3. Liga



Obere Reihe: Kaiser, Schaffer, Blaser, Flückiger, Stämpfli H., Maurer. Mittlere Reihe: Schenkel (Präsident), Konrad, Wegmüller, Schürch. Untere Reihe: Feldmann, Meichtry, Keller, Wüthrich, Stämpfli JP., Hunkeler, Mühlheim.


Meistermannschaft 1958/59 2. Liga (Kantonalmeister Bern und Aufstieg 1. Liga)



Obere Reihe: Pfister, Béguin, Bachofner, Stämpfli H., Gerber, Bärtschi, Zürcher (Trainer), Stämpfli JP. Untere Reihe: Henry, Zimmermann, Keller, Abramowski, Walther, Beiner, Wegmüller.


Meistermannschaft 1966/67 2. Liga (Kantonalmeister Bern)



Obere Reihe: Rothen (Spiko), Eising, Peter, Hofmann, Beiner H., Zimmermann E., Beiner M., Bachofner, Kehrli (Trainer). Untere Reihe: Schneider, Rothen, Hofer, Zimmermann T., Augsburger, Meyer.


Meistermannschaft 1967/68 2. Liga (Regionalmeister Seeland)



Obere Reihe: Kehrli (Trainer), Esing, Schneider, Beiner M., Meyer, Beiner H., Hofmann, Ledermann, Rothen (Spiko), Dammann (Präsident). Untere Reihe: Rothen, Rueff, Hofer, Sollberger, Wyssbrod, Zimmermann T., Zimmermann E.


Meistermannschaft 1976/77 2. Liga (Regionalmeister Seeland)



Obere Reihe: Hofer (Präsident), Weber, Hofmann, Oberli, Saxer, Bühler, Beiner, Randegger, Lüthi, Zbinden (Betreuer). Untere Reihe: Schneider, Meierhofer, Fuhrer, Vanazzi, Gebel, Sutter (Trainer).



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