Schönhackerei in Radelfingen

Wenn Du Richtung Ende der Welt fährst und Dir das Wetter die Weltuntergangsstimmung bestätigt, stehst Du auf einmal vor dem Ortsschild von Radelfingen, danach fährst Du noch tiefer in das dunkle Loch und Du befindest Dich auf Fussballplatz. Genauso als könnte es das letzte Spiel für immer sein, wird hier auch gespielt... Schienbeinschoner braucht man hier vorne und hinten. Zu erwähnen sind auch die Senioren unwürdigen Verhältnisse unter welchen gespielt werden musste! Das Thermometer zeigte unter 15 Crad Celsius an, die Ausläufer eines Sturms zogen quer über den Fussballplatz und in der defensive musste man mit Stollenschuhen spielen!!! Der Verband muss sich über solche Spiele wirklich Gedanken machen, wobei die Grösste Gefahr für das blau/weisse Ballet heute eher durch die Spiel(Grätsch)weise des Gegners ausging. 

Erolbaba zauberte wieder die gesamte Spielerliste voll mit dem Who is Who des Seniorenfussball der Stadt Biel. Verzichten musste er auf Ausflügler ins Land der Viren sowie auf ein paar ältere Kaliber, denen die Lange Saison langsam zusetzt. Der Taktikfuchs Erolbaba wählte in Radelfingen die klasische Covid 19 Taktik, er begann mit einer Millionen schweren Auswechselbank, bei Anzeichen von Müdigkeit beim Gegner, wollte er die 2. Welle ausrollen. 

Der Anpfiff des parteiischen in Rot erklang und die Gäste zogen auf die Einheimische Mannschaft los, als hätte diese gerade etwas aus der Gästegarderobe gestohlen. Bereits in der 2. Minute verschoss Bär sein Pulver und prüfte den Gegnerischen Torhüter, der Nachschuss von Yavi war dann doch eher noch als Einwärm Übung für den Torhüter zu werten. Nach der 9. Umdrehung des Minutenzeigers, tanzte sich Zlatan Cicciovic durch die Gegnerischen Reihen, der anschliessende Eckball war ungefährlich getreten, der zweite Ball von Yavi, schlug jedoch platziert zum 0:1 ein. Die Gäste machten weiter Druck und erspielten sich einige Torchancen, einige Übermotivierte oder Selbstüberschätzte Schüsse aus über 30 meter, verfehlten aber das Tor auch deutlich. Nach einer halben Stunde stand es aus heiterem Himmel 0:2, keiner hatte genau gesehen, wie dieses Tor entstanden ist... 

Die Heimmannschaft hörte wohl einige deutliche Worte in der Halbzeitpause, sie kamen wie von Anfang an erwartet giftig und deutlich gezielter auf den Körper aus der Kabine. 5 Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt oder besser gesagt liefen auf der Uhr als die Heimmannschaft zum 1:2 verkürzte! Das blau/weisse Ballet hielt sich mit Fussballspielen stark zurück und wehrte sich nur noch vereinzelt. In der 60. Minute war es dann wieder einmal Ali Lineali der seiner Lieblings Tätigkeit auf dem Feld nach ging und ein fast sicheres Tor auf der Linie klärte. Es brauchte über 20 Minuten in der zweiten Hälfte bis wieder einmal Fussball gespielt wurde und siehe da, Pass - Flanke - Kopf - Tor! Wunderbar wurde das Dritte Tor herausgespielt und durch Nuri vollendet. Die Heimmannschaft kam kurz vor dem Abpfiff noch zum Anschlusstreffer aber danach pfiff der Parteiische die Partie ab. 

Man of The Match: Slaven the Wall Kezmic! Räumte zuverlässiger ab als das Reinigungspersonal in einem Self Service Restaurant! 

Nation of the Game: Die Türkische Power steuerte alle 3 Tore zum Spiel bei! Für die Schweizer könnte es in Zukunft genauso eng werden in der Start 11 wie für die Ausflügler in Covid Gebiete.

Das nächste Spektakel gibt es bereits am Mittwoch auf dem Längfeld zu sehen! Die Türkische Power von Erolbaba misst sich mit der Italienischen Kraft. FC Bözingen 34 / Mett vs Azzuri Biel

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Kommentare: 1
  • #1

    kami14 (Mittwoch, 07 Oktober 2020 08:18)

    Cooler Berich :)


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